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Arbeitrechts

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Arbeitsrecht - Abfindung

Verlust des Arbeitsplatzes

Eine Abfindung ist eine Zahlung des Arbeitgebers für den Verlust des Arbeitsplatzes nach einer Kündigung des Arbeitsverhältnisses. Ein Anspruch ist im Gesetz nicht begründet.
Dennoch wird vielfach außergerichtlich oder gerichtlich eine Abfindung ausgehandelt.

Zusicherung einer Abfindung bei Kündigung

Eine Abfindung kann der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer/ der Arbeitnehmerin mit der Kündigung wegen dringender betrieblicher Erfordernisse zusichern, wenn sich der Arbeitnehmer/ die Arbeitnehmerin verpflichtet, keine Kündigungsschutzklage gegen die Kündigung zu erheben (vgl. § 1 KSchG).
Die Höhe der Abfindung beträgt in diesem Fall ein halbes Bruttomonatseinkommen für jedes Jahr des Bestehens des Beschäftigungsverhältnisses. Bei der Bestimmung der Dauer ist ein Zeitraum von mehr als 6 Monate auf ein volles Jahr aufzurunden.

Vereinbarung der Zahlung

Ist dem Arbeitnehmer/ der Arbeitnehmerin durch Zustellung der Kündigung keine Abfindung angeboten worden, kann durch Einreichung einer Kündigungsschutzklage im Vergleichsweg die Zahlung einer Abfindung erreicht werden.
Dieses liegt daran, dass beide Seiten oft des Beschäftigungsverhältnisses nicht mehr fortsetzen möchten und das Risiko, dass das Gericht möglicherweise feststellt, dass die Kündigung das Arbeitsverhältnis nicht beendet hat, den Arbeitgeber dazu veranlasst, eine Zahlung zu leisten.
Die Höhe der Abfindung, die ausgehandelt wird, richtet sich nach der Dauer der Beschäftigung, der Höhe des monatlichen Bruttogehalt sowie der Prognose des Verfahrensausganges.

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